Der Komposit- oder Reflexbogen

Der so genannte Komposit- bzw. Reflexbogen ist eine Bogenart, deren erste Exemplare schon in der Steinzeit entstanden. In dieser Zeit war der Kompositbogen vorwiegend in Zentralasien verbreitet.

Aufbau eines Kompositbogens

Ein Kompositbogen wurde mithilfe unterschiedlicher Materialien entwickelt. Verschiedene Holz- und Tierhornschichten wurden verleimt und mit Sehnen umwickelt. Der Komposit- oder Reflexbogen ist kleiner als die traditionellen Langbögen und Recurve Bögen, hat aber dennoch eine hohe Spannkraft.

Das verwendete Material Tierhorn lässt den Bogen höhere Druckbelastung aushalten als Bögen, die ausschließlich aus Holz gefertigt wurden. Vor allem Reiter benutzten solche haltbaren Kompositbögen.

Komposit-/Reflexbogen - Geschichtliches

Ein kleiner Rückblick in die Geschichte zeigt, dass vor allem die Hunnen, Mongolen und Türken im Kampf verwendeten. Ihr Vorteil war es, dass sie ihre Angriffe auf ihren Pferden auch aus der Distanz ausüben konnten, denn mit Kompositbögen ist es möglich, leichte Pfeile bis zu 800m weit zu schiessen.

Es ist ungünstig, Komposit- bzw. Reflexbögen der Feuchtigkeit auszusetzen. Diese Bogenart wird in der Herstellung geleimt. Diese Leimverbindung kann sich lösen, wenn zu viel Feuchtigkeit auf den Bogen einwirkt.

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